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Aristo Vollmer GmbH
Erbprinzenstraße 36
D - 75175 Pforzheim
Tel. +49 (7231) 17031
Fax +49 (7231) 17033
 
 
 

NEWS

  2017-
01
Ernst Vollmer Jubiläumsjahr
95 Jahre VOLLMER
     
  2016-
10
Ernst Vollmer

Neu bei uns im Programm:
Schmuck-Armbänder aus Rein-Titan, Standardlänge 19 cm

     
  2015-
07
Ernst Vollmer

Neuheit bei unseren Milanaise-Uhrbändern:
Butterfly-Schließe mit dekoriertem Kürzungssystem. Die Bandstruktur wurde mittels Umformtechnik auf die Kürzungsglieder aufgeprägt.

     
  2015-
05
Ernst Vollmer Milanaise-Uhrbandherstellung
     

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  2012-
05
Ernst Vollmer Neuheit 2012
      Carbon, der Stahl des 21. Jahrhunderts
     
     

Neuheit 2011

  2011-12 Ernst Vollmer  CARBON – das Material des 21. Jahrhunderts

      Edeelstahl-Carbon und Titan-Carbon 
      CARBON Werkstoffe aus Kohlefaser-Verbindungen überzeugen durch ihre Hautfreundlichkeit, sie sind
allergieneutral und korrosionsbeständig. Die Oberflächen zeigen auch nach intensivem Gebrauch so gut wie keine Zeichen von Verschleiß oder Abnutzung. Das macht dieses Material auch für die Uhren- und Schmuckindustrie interessant. Vor allem die Kombinationen Edelstahl-Carbon und Titan-Carbon bieten ganz individuelle Design-Möglichkeiten für Uhren.
Präsentation für Fachpublikum ist auf der Inhorgenta 2012 in Halle A1 Stand 220.
     
      Neuheit 2010

  2010-12

SEL "Short Easy de Luxe"

     
      ...heißt das neue Verschluss-System mit Butterfly-Schließe und Federsteg-Kürzungselementen.
Ab sofort lieferbar an Milanaise-Bändern – in der Breite 20 mm und in Stärken von 2,8 und 4,2 mm an Gliederbändern und diversen Halbspangen.
     
     

NEUHEIT 2009

  2009-07

Massivspange in Lochdesign

     
      Grundmaterial 3 mm dickes Edelstahl, mattierte Oberfläche Faltschließe mit dem bewährtem SES (ShortEasySystem) von VOLLMER Ref. 09080H7 20 mm breit für Uhren mit Anstoß 20 mm Ref. 09082H7 22 mm breit für Uhren mit Anstoß 22 mm.
     
  2009-05 Ernst Vollmer
 

Der Weg ans Handgelenk

     

Am Anfang steht das Metall

Werkzeugmacher, Goldschmiede, Werkgehilfinnen, Metallarbeiter, Polisseuse und ein Fertigungsingenieur verarbeiten das Ausgangsmaterial in bis zu 85 Arbeitsschritten. Von sportlich robust bis modisch elegant reicht die Palette der bei der Metallband-Manufaktur VOLLMER in Pforzheim hergestellten Metallarmbänder.

Hansjörg Vollmer, Geschäftsführer der Aristo Vollmer GmbH, dessen Großvater Ernst Vollmer im Jahre 1922 die gleichnamige Uhrbandfabrik gründete: "Zu 30 Prozent verarbeiten wir Edelstahl, je 20 Prozent Titan und Silber. Den Rest teilen sich unedle Materialien wie Messing und Neusilber."

Auch bei der Qualität des Ausgangsmaterials orientiert sich das Traditionsunternehmen an individuellen Ansprüchen. Hansjörg Vollmer: "Jedes zehnte Metallarmband, das unser Haus verlässt, ist aus massiven Einzelteilen zusammengesetzt. Das ist natürlich die zeit- und kostenaufwändigste Art der Herstellung. Der Markt verlangt heute überwiegend preisgünstige Metallarmbänder. Dafür verwenden wir Teilstücke aus gefaltetem Blech, das gestanzt, gepresst und ineinander gerollt ist."

Aber die eigentliche Stärke der Produktionsstätte sind jene Maschinen und Werkzeuge, um die vor allem Metallarmband-Hersteller in Fernost Hansjörg Vollmer beneiden. "Unsere älteste Stanze stammt aus den 30er-Jahren. Und sie bringt Ergebnisse, zu denen kein heutiger Nachbau fähig wäre. Nicht zuletzt deshalb sind wir begehrte Ansprechpartner für viele Designer, die mit ihren Uhrenmodellen immer wieder neue Metallarmband-Ideen verwirklichen wollen. Oder wir liefern Lösungen für spezielle Probleme - zum Beispiel bei Taucheruhren."

Den gleichen Manufaktur-Qualitätsmaßstab legt Hansjörg Vollmer auch bei den klassischen Metallgliederbändern an: "Jedes Glied eines Metallarmbandes wird einzeln aus zwei bis vier Millimeter dickem Blech ausgestanzt und dann in Form gepresst. Oder es wird mit Maschinen ausgefräst oder von zugekauften Profilstangen heruntergesägt. Anschließend werden die Teile miteinander verbunden."

Die Kanten der einzelnen Metallarmband-Glieder sind zunächst noch scharf, ihre Oberflächen sind rau. Deshalb werden die Glieder bearbeitet - vor allem geschliffen und eingepasst. Damit die Glieder am Ende miteinander verstiftet oder verschraubt werden können, müssen äußerst höchst exakte winzige Löcher gebohrt werden. Formen für die gefalteten Metallarmbänder werden aus dünnerem Blech gestanzt und in einer Presse zu Gliedern gebogen, anschließend werden die Kanten und Oberflächen geglättet.

Eine weitere Spezialität des Hauses ARISTO Vollmer sind jene Metalluhrbänder, bei denen massive Glieder durch gerollte Bleche miteinander verbunden werden. Hansjörg Vollmer zeigt einige typische Arbeitsgänge: "Erst einmal lege ich zwei Massivteile rechts und links in ein vor geformtes U-förmiges Blech ein. Die Seiten des Blechs werden durch die Presse nach innen gerollt und verbinden die Glieder stabil miteinander. Von oben betrachtet wirkt dieses Verbindungselement wie ein weiteres Glied. Auf die gleiche Art - also durch Stiften, Schrauben oder Pressen - fügen wir auch den Verschluss an das jeweilige Band an." Ihren letzten Schliff bekommen die meisten Metallgliederbänder entweder durch Satinieren oder Polieren oder sie entfalten ihre Wirkung durch einen galvanischen Überzug.

 

Die Geflechtherstelllung und Verarbeitung zu Uhrbändern

Der Blickfänger bei den Milanaisebändern ist dagegen ihre anschmiegsam zart geflochtene Struktur. Den Namen verdanken sie ihrem Ursprungsort Mailand. Als Rohmaterial wird Draht aus Edelstahl, Titan oder unedlem Metall verwendet in Stärken von 0,28 bis zwei Millimeter, die auf ungefähr 20 Zentimeter hohe Spulen gewickelt sind und von Scheideanstalten und Drahtfirmen geliefert werden.

Bei der Herstellung wird zunächst die Drahtspule auf einen Milanaise-Automaten aufgesetzt und läuft wie bei einer Nähmaschine in den Apparat hinein. Darinnen wird der Draht zu einer gleichmäßigen Spirale gedreht, vorwärts geschoben und bei einer bestimmten Länge abgeschnitten. Anschließend wickelt der Apparat die nächste Spirale, dreht sie in die bereits vorhandene ein und schneidet sie ab. Dann folgt wieder eine Spirale, die wieder in die vorhergehende eingedreht wird – und so geht es fort. Auf diese Weise entsteht ein Teppich aus vielen ineinander gedrehter Spiralen.

Wenn dieser Teppich eine bestimmte Größe erreicht hat, wird das Stahlgewebe in Streifen geschnitten. Große Geschicklichkeit ist erforderlich, um ihn von Hand unter einer scharfkantigen Rolle durchzuziehen. Denn der Schnitt muss immer in der gleichen, oft kaum erkennbaren Kerbe geführt werden. Die so entstehenden relativ kurzen Stücke werden von Hand zu einem langen Band verbunden - ganz einfach mit einer weiteren Spirale gleicher Stärke, die in die beiden Enden eingedreht wird und sie ohne jeden Übergang miteinander verbindet. Die Kanten des Metallgeflechtbandes werden zwar anschließend geschliffen, trotzdem sind seine Ränder immer noch ungleichmäßig und scharf. Also wird das Metallarmband von Hand an einer Schleifscheibe vorbeigeführt.

Dann werden die Spiralen des Uhrenbandes arretiert, damit sie sich nicht mehr aufdrehen und sich das Stahlgeflecht nicht auflösen kann. Dazu wird der Rand flachgedrückt und verdichtet. Vor allem bei Edelstahl ist nach jedem einzelnen Arbeitsgang ein so genanntes Glühen nötig. Um die bei der Verformung entstandene Spannungen auszugleichen, wird das Stahlgewebe automatisch durch einen drei Meter langen Ofen mit 1050 Grad heißer Glut geführt. Danach durchläuft das Geflechtarmband die sich ständig bewegenden Rollen eine Rüttelmaschine und erzeugt dabei ein lautes Klopfen. Diese Behandlung macht das Stahlgewebe beweglich. Aber bei sehr empfindlichen Stücken aus dünnem Draht oder aus Gold muss dieser Arbeitsschritt von Hand durchgeführt werden. Dazu wird das Milanaisebandstück mehrere Male über einen runden Griff aus Kunststoff gezogen und sanft in eine Richtung gebogen.

Es folgen weitere Arbeitsgänge, die der optischen Aufwertung Milanaise-Geflechts dienen. Es kann verformt oder geprägt werden, bevor die Vorrichtungen für Faltschließen und Bandanstöße angebracht und die abschließende Politur die Reize des Metallarmbandes zur Geltung bringt. Der dazu notwendige Zeitaufwand ist einer der Gründe, warum Milanaisebänder meist teurer sind als andere Metallbänder.

Ein gutes Milanaisearmband erkennt man an einem gleichmäßigen und stabilen Geflecht ohne scharfe Kanten. Es muss sich in eine Richtung leicht beweglich weich an das Handgelenk anschmiegen. Wichtig ist auch, dass das Geflechtband in der Länge verändert werden kann - meist mittels eines Faltverschlusses oder durch herausnehmbare Glieder neben dem Verschluss. Das feine Geflecht verschmutzt zwar schneller als andere Metallarmbänder. Aber es lässt sich - ebenso wie Gliederarmbänder - mit etwas Wasser und einer weichen Zahnbürste leicht reinigen.

Und woran erkennt man die Qualität eines Metallarmbandes? Massive Edelmetall-Bänder haben natürlich den höchsten Wert. Außerdem sollten Käufer darauf achten, dass das Uhrband beweglich und geschmeidig ist, damit es problemlos einen ganzen Tag getragen werden kann. Auch sollte geprüft werden, ob die Länge des Metallarmbandes verändert werden kann. Aber besonderen Wert legt Hansjörg Vollmer bei der Qualitätsbeurteilung auf ein wenig beachtetes Element von Metallarmbänder: "Der Verschluss muss funktional, massiv und stabil sein. Schließlich ist er das am häufigsten bediente Teil der Uhr."